| Die Hugo Boss AG ist ein börsennotierter Bekleidungshersteller mit Sitz in Metzingen. Boss oder Hugo Boss ist gleichzeitig eine der bekanntesten deutschen Modemarken. Hugo Boss befindet sich mehrheitlich im Besitz der italienischen Valentino Fashion Group. Vorstandsvorsitzender der Hugo Boss AG war bis zum 29. Februar 2008 Bruno Sälzer, der nach insgesamt mehr als zwölf Jahren aus dem Unternehmen ausschied. Vorgänger war Werner Baldessarini, der die nach ihm benannte Exklusivmarke im September 2006 von Boss gekauft hat, um sie am nächsten Tag an den zweitgrößten europäischen Herrenmodekonzern Ahlers AG in Herford weiterzuverkaufen. |
|
||||||||||||||||||
|
Geschichte
1923 wurde das Unternehmen von Hugo Ferdinand Boss (1885-1948) in Metzingen gegründet. |
1985 war die Börseneinführung (zunächst nur Vorzugsaktien) von Hugo Boss. 1991 wurde die italienische Marzotto Gruppe Mehrheitsaktionär. 2005 trennte Marzotto seine Bekleidungs- und Modeaktivitäten in die Valentino Fashion Group ab, die fortan Hauptaktionär der Hugo Boss AG wurde. 2007 wurde Valentino vom Finanzinvestor Permira übernommen, der somit seitdem auch bei Hugo Boss der maßgebliche Aktionär ist.
Marken
Zur Marke Boss gehören folgende fünf Linien:
* Boss Black. Diese Linie wird für Männer und Frauen angeboten. Sie ist bekannt für elegante Businesskleidung sowie Abendbekleidung.
* Boss Selection. Selection ist die Premiumlinie von BOSS. Der Hersteller setzt dort hochwertigere Materialien und Herstellungsverfahren ein.
* Boss Orange. Orange bietet Freizeitmode für Männer, Frauen und Kinder.
* Boss Green. Green beinhaltet funktionale Sportbekleidung z. B. für Golf, Laufen, Ski, Segeln
* Hugo. Hugo (vereinzelt auch Boss Red genannt) zielt auf junge Männer und Frauen, die ihren eigenen Stil kreieren wollen.
Die Marke Baldessarini wurde zum 1. September 2006 an Werner Baldessarini verkauft.
Geschäftszahlen
Im Geschäftsjahr 2007 erzielte die AG einen Umsatz von 1,632 Milliarden Euro und einen Jahresüberschuss von 154 Millionen Euro. Die Produktion der Anzüge findet unter anderem in eigenen Werken in Metzingen, in der Türkei und den USA statt. 82 Prozent des Umsatzes entfallen dabei auf die bekannte Herrenmarke Boss Black. Weitere Marken sind Boss Orange und Boss Green, die betont jugendliche Marke Hugo und die exklusive Marke Boss Selection. Weltweit betreibt Hugo Boss 210 eigene Vertriebsgeschäfte (Stand: 31. Dezember 2006). Des Weiteren werden Lizenzen für Brillengestelle, Düfte, Schmuck und Uhren vergeben. Schuhe und Lederwaren werden neuerdings selbst hergestellt.
Kultursponsor
Die Hugo Boss AG engagiert sich seit langem im Bereich Kultur. Sie finanziert seit 1996 alle zwei Jahre den vom Guggenheim Museum verliehenen Hugo Boss Prize. Darüber hinaus fördert die AG internationale zeitgenössische Ausstellungen, unter anderem eine Ausstellung von Dennis Hopper im Jahre 2001. Ebenso besteht seit längerem eine intensive Zusammenarbeit mit den Salzburger Festspielen. So wurden seit 1999 diverse Aufführungen ausgestattet.
Sportsponsor
Die Hugo Boss AG wirbt ebenfalls im Profisport um seine Marken damit aufzuladen. Sie tut dies im Motorsport (u.a. Formel-1-Team McLaren Mercedes. ), in einer Partnerschaft mit den ukrainischen Boxbrüdern Wladimir und Vitali Klitschko und als Hauptsponsor der Open-60-Yacht „HUGO BOSS“ im Segelsport. Ebenso wird im Golf (mit Bernhard Langer und Severiano Ballesteros) geworben und im Fußball diverse Mannschaften modisch ausgestattet (FC Bayern München, VfB Stuttgart, FC Chelsea, Manchester United, AC Mailand und Red Bull Salzburg).